Impuls zum Monat September
von Gemeindreferentin Ingrid Weniger
Liebe Gemeinde,
Wer die St. Josefkirche betritt begegnet ihm. Vorn in der Mitte über dem Altar schaut dich der Christus vom Kreuz her an. Von der Benediktinerin Lioba Munz aus Fulda geschaffen, ist dieser Christus nicht der dramatisch Leidende, mit schmerzhaftem Gesicht.
Es ist das Bild des Thronenden Christus der die Hände zu Waagschalen ausgebreitet hat und zu mir spricht: “Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen“ Joh, 12;32. Wenn ich auf das Kreuz zugehe, habe ich das Gefühl, du darfst immer noch einen Schritt näherkommen, er zieht dich an. Seine offenen Armen breiten sich aus und in den Händen ruht der Mensch. Auf der rechten Seite wachend und links schlafend.
Zugleich begegnet mir Christus der Erlöser. Mit der Kraft des Geistes, symbolisiert durch die Taube über dem Haupt Christi, wirkt er in die Welt hinein, unaufhaltsam, symbolisiert durch die Feuerzungen und überwindet das Böse. (Füße Christi stehen auf dem Kopf der Schlange). Ich darf mir gewiss sein, dass ich in seinen Händen geborgen bin, bewahrt vor allem Bösen. „Alle Zeiten meines Lebens sind in deiner Hand. Bei dir, Herr, habe ich Zuflucht gefunden.“ (Ps31,6). Seine Hände empfangen dich wenn du kommst und sie segnen dich wenn du gehst. Es ist derselbe Christus, der uns als Auferstandener zuruft: „Ich lebe, und auch ihr sollt leben!“ Vielleicht schauen Sie sich das Kreuz bei ihrem nächsten Besuch in der St. Josefkirche mal ganz von der Nähe an.
Ihre Ingrid Weniger, Gemeindereferentin

